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Business-Culture-Partnership (BCP)-Ideen

Kooperationen zwischen freier Wirtschaft und Kultur bieten nicht nur für Künstlern und Kultureinrichtungen eine attraktive Perspektive, auch wenn man das auf den ersten Blick vermuten möchte. Unternehmen und Unternehmer profitieren davon ebenso - durch stärkere emotionale Verbundenheit mit ihrem Arbeits- und Lebensumfeld, Horizonterweiterungen, neue Unterhaltungs- und Erfahrungsangebote. Auf diese Weise trägt BCP entscheidend dazu bei, ihre Heimat, sei es Stadt, Dorf oder Region, lebenswerter zum machen. Diese Website und das sie tragende BCP-Netzwerk nennen Beispiele dafür - und zeigen, wie das funktionieren kann.



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Kulturakteure nutzen Marketing- und Kommunikationsbasis eines Unternehmens (und andersherum)

Künstler und Kultureinrichtungen präsentieren sich auf der Website eines Unternehmens, möglicherweise ergänzt um eine Vorstellung der künstlerischen Arbeit, z.B. Photographien oder Zeichnungen. Die Auswahl geeigneter Zeichnungen kann auch durch einen Kurator erfolgen. Der hier vorgestellte Künstler kann von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden, beispielsweise in Jahresintervallen. Alternativ dazu kann ein Wirtschaftsunternehmen sich auf Webseiten oder in Publikationen der Kultureinrichtungen oder Künstler präsentieren.

Beispiel:Gallerie auf der Website eines Consultingunternehmens www.justhuman.de Dieses Beispiel lässt sich auf verschiedene Weise erweitern, ggf. auch durch künstlerische Unternehmenspräsentationen.

Nutzen: Ansprache neuer Zielgruppen und dadurch steigende öffentliche Beachtung für die beworbene Institution.



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Kreation von neuen gemeinsamen Produkten: wine art und Kalender

Eine Kultureinrichtung und ein Wirtschaftsunternehmen entwickeln gemeinsam ein neues Produkt, Beispiele dafür sind: ein neues gemeinsam gestaltetes Autodesign, einen gemeinsam produzierter Kalender oder wine art.

Wine Art: Schüler und Mitglieder der Kunstschule in Rostock ( alternativ können das auch Bildende Künstler sein) haben Etiketten für Weinflaschen gestaltet, malten Bilder aus Wein und kreierten Kunstobjekte aus Weinfässern. Alle Kunstobjekte wurde in den Hotels und Geschäften präsentiert, in denen die Weinvertriebsgesellschaft (Steder und Harms) ihre Produkte verkauft. Die Kunstobjekte und Weinbilder können von interessierten Käufern erworben werden.

Kalender:Originale ( Malereien) von Künstlern oder Schülern der Kunstschule sind die Grundlage für einen besonderen Kalender, der durch ein Wirtschaftsunternehmen produziert wird. Der Kalender kann von beiden, Kultureinrichtung und Wirtschaftsunternehmen als Geschenk genutzt werden.



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idea 3

Kunst und Genuss: ein gemeinsames Event einer Theatergruppe und eines Restaurantes

Eine gemeinsame Performance einer freien Theatergruppe und einer Gastwirtschaft findet einmal monatlich zu unterschiedlichen Themen statt. Das Abendessen oder Buffet und die Performances werden zu einem bestimmten Thema kreiert. Es gibt verschiedene Varianten für dieses Format, zum Beispiel kann zuerst eine Theateraufführung stattfinden und ein passendes Essen erfolgt im Anschluss oder aber das Abendessen und die Theateraufführung sind ein und diesselbe Veranstaltung, angelehnt an Formate des Eventcaterings, aber schon mit einem hohen Anspruch an die künstlerische Darbietung.

In Rostock inzwischen etabliert:
www.kultur-trifft-genuss.de.



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idea 4

Incentives, Voluntary Day

Diese Form des gemeinsamen Events ist sehr effizient: Künstler treffen auf die Arbeitswelt und die Angestellten und Mitarbeiter einer Firma werden mit Kunst in Berührung gebracht.

Beispiel: Ein Voluntary Day der Mitarbeiter des Mobiltelefonanbieters O2 findet regelmäßig einmal jährlich in der Medienwerstatt des Instituts für neue Medien Rostock in Kooperation mit der Rostocker Kunstschule statt. Während solch eines Tages untersuchten die Mitarbeiter des Mobiltelefonanbieters zum Beispiel die Marketingstrategien der Medienwerkstatt auf Effizienz und Wirksamkeit und gaben Hinweise zur Verbesserung der Website der Medienwerkstatt aus unternehmerischer Perspektive. Außerdem testeten die Mitarbeiter des Unternehmens die Informations- und Kommunikationsleitsysteme in der Kunst- und Medienschule Rostock. Im Ergebnis konnten die Kultureinrichtungen alle Systeme mit Blick auf eine benutzerfreundlichere Nutzung der Leitsysteme optimieren. Im Gegenzug kreierten die Künstler und Mitarbeiter der Kunstschule und der Medienwerkstatt spielerische Kreativaufgaben für die Mitarbeiter des Unternehmens und führten diese mit ihnen durch, um ihnen Kreativmethoden nahezubringen. So wurde ein kurzen Film produziert und kleine Zeichnungen angefertigt, die auf Zufalls- und Kreativmethoden basierten. Die Mitarbeiter des Unternehmens lernten so die Methoden kennen, um eigene Ideen festzuhalten, zu entwickeln und umzusetzen.




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idea 5

Art e Com- Künstler als Coach und/oder Supervisor in einem Unternehmen /einem Team

Der Künstler Andreas Goertz arbeitet als Coach in verschiedenen Unternehmen. Er lehrt die Mitarbeiter der Unternehmen ihre Kommunikation und Kooperationsfähigkeit zu verbessern durch die Anwendung künstlerischer Methoden ( Zeichnen, Bau von Skulpturen oder die Kreation eines Film) bei der Lösungssuche für ein kommunikatives Problem. So erlernen und trainieren die Beteiligten neue Strategien zur Lösung kommunikativer Probleme.

Zum Beispiel wird über die erste Zeichnung eines Objektes eine zweite Zeichnung des gleichen Objektes, allerdings aus einer anderen Perspektive, gebracht. Alternativ kann die erste Zeichnung auf den Kopf gedreht und die zweite darüber gezeichnet werden. Dies ist eine häufig benutze Methode in der künstlerischen Produktion und Lehre. Zu Beginn des Coachings lehnen die Lernenden diese Methode oft ab, aber im Laufe des Trainingsprozesses erkennen sie das Potential dieser Methode bei der Lösungssuche für kommunikative Probleme. Sie lernen, wie schwierig ein Perspektivwechsel oder das Verlassen etablierter und eingefahrener Wege ist.

In der Bayer AG hat der Künstler 250 Mitglieder des Unternehmenmanagements gecoacht um eine neue kollegiale und kooperative Unternehmens- und Managementkultur im Unternehmen zu etablieren. Zurückblickend konnte das Unternehmen dadurch einen Nutzen von 3 Mio € erzeugen.



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Kulturpaten

Die Kulturpaten sind Firmen, Unternehmer und Freiberufler aus der Wirtschaft, welche die kulturelle und künstlerische Arbeit von Kulturinstitutionen, Kulturprojektarbeit und Künstler aller Genres unterstützen. Neben den üblichen und bekannten Sponsoring helfen sie den Kulturbetrieben bei der Entwicklung von Organisationsstrukturen und Betriebskonzepten, bei der Planung und Realisierung von Projekten und anderen besonders wirtschaftlichen Fragestellungen. Die Kulturpaten analysieren Probleme der Kulturberiebe und entwickeln Lösungsstrategien in enger Kooperation und Zusammenarbeit mit den Kulturakteuren. Das meint vor allem Coaching, Projektmanagement, Buchführung, Unterstützung bei der Entwicklung eines Marketingkonzeptes, Verbesserung bei der Unternehmenskommunikation und Hilfestellung bei Rechtsfragen. Sie helfen den Kulturberieben durch Wissens- und Know-how- Vermittlung – nicht durch finanzielle Hilfen. In diesem besonderen Sponsoring geben die Wirtschaftsexperten ihr Wissen an die Kulturberiebe weiter, um bei der Lösung konkreter Aufgaben behilflich zu sein, gleichzeitig bekommen sie in dieser Zeit neue Erfahrungen, Perspektiven und Kontakte aus der kulturellen Szene. Beide Seite versuchen sich in den jeweils anderen hinein zu versetzen und so zu denken, wie der jeweisl andere. Dieser kreative Austausch erzeugt neue Impulse und es entsteht ein nachhaltiges Netzwerk zwischen Kultur und Wirtschaft.

Die Initiative "Kulturpaten" basiert auf Modellen aus Cologne und Hamburg und wird durch eine gemeinnützige Organisation organisiert, die wiederum durch Sponsoren finanziert wird.

www.leipzigerkulturpaten.de



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idea 7

Usedomer Musikfestival

Das Usedomer Musikfestival findet jährlich als Kunstveranstaltung der Ostseeregion auf der Insel Usedom statt. Jedes Jahr wird ein bestimmtes Land der 10 teilnehmenden Ostseeanreihnerländer vorgestellt. Das Festival bietet klassische Konzerte in verschiedenen Veranstaltungsorten wie Kirchen, Klostern, Villen, Gallerien und Hotels auf der gesamten Insel an. Organisiert wird das Festival von der gemeinnützigen Gesellschaft "Usedomer Musikfreunde".

Diese qualitätsvolle musikalische Veranstaltung aus den Ostseeregionen ist als eine gezielte und saisonverlängernde Massnahme zu betrachten und dient dem besonderen regionalen Tourismusmarketing für die Insel Usedom und für die Region Vorpommern. 70 Prozent aller Gäste geben das Festival als Haupt- oder mindestens zeitwichtigster Grund für einen gelungen Urlaub auf der Insel bzw. in Vorpommern an.

Der Nutzen für die Wirtschaftsinstitutionen der Insel ist das indirekte Marketing durch das Festival zusätzlich zu der erhöhten Aufmerksamkeit, die durch bedeutende Künstlerpersönlichkeiten und prominente Gäste der insel und der Region zugute kommt. Außerdem befördert das Musikfestival eine gute Vernetzung der Akteure.

www.usedomer-musikfestival.de



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idea 8

Marktplatz der guten Geschäfte

Der "Marktplatz der guten Geschäfte" ist eine spezielle Methode, um Wirtschaftsunternehmen und gemeinnützig tätige Institutionen an einem Tag für einen determinierten Zeitraum zusammenzubringen. Ganz nach dem Prinzip eines Marktes handeln die Teilnehmer mit Unterstützungsangeboten und Nachfrage nach Unterstützung. Die Unternehmen können personelle Unterstützung anbieten, wirtschaftliche Kompetenz und Logistik. Die gemeinnützigen Organisationen bieten Kooperation in Projekten an und einen besonderen, ungewöhnlichen Blick in alternative Lebens- und Arbeitsformen. Die unterschiedlichen Partner lernen sich kennen, bauen gegenseitiges Vertrauen auf und können so gemeinsame soziale Projekte planen. Auf diesem Weg können die Wirtschaftsunternehmen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden und die gemeinnützigen Organisationen können soziale Projekte mit zusätzlichen Ressourcen verwirklichen.

Die Wirtschaftsunternehmen können mit Hilfe dieser Zusammenarbeit:

_neue und ungewöhnliche PR- und Marketingformate kreieren
_Kontakte zu sozialen Vereinen/ Verbänden und dem politischen Raum etablieren
_ihre eigenen Netzwerke ausbauen und erweitern
_Kompetenzen in anderen Lebensbereichen austesten
_neue Klienten und Kunden finden

Die gemeinnützigen Institutionen können durch diese Zusammenarbeit:

_Zusätzliche Ressourcen generieren
_ihre Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen ausbauen
_PR und Anerkennung für soziale Projekte erreichen
_von den Wirtschaftsunternehmen lernen
_ihre eigenen Netzwerke ausbauen

Das Prinzip des Marktes und Austausches von Leistungen kann auch auf die Zusammenarbeit verschiedener kultureller Institutionen und Organisationen angewendet werden.

www.gute-geschaefte.org



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idea 9

Kunst:Offen / Mecklenburg-Vorpommern

Kunst:Offen ist eine Präsentation, die gewöhnlich zu Pfingsten in Mecklenburg - Vorpommern stattfindet: In 2012 ( 26.05.-28.05.) haben über 500 Künstler ( überwiegend Maler, Grafiker, Bildhauer, Fotografen und Keramiker) mehr als 30 Ateliers und Werkstätten für Besucher geöffnet. Kunst:offen bietet Interessierten die Möglichkeit, Kunst und Kunsthandwerk am Ort des Entstehens zu bewundern und zu betrachten. Die Volks- und Reiffeisenbank ist seit mehreren Jahren Partner und Hauptsonsor dieser Veranstaltung.

Nutzen: Kultur ist ein wesentlicher und wichtiger Brückenpfeiler des gesellschaftlichen Lebens. Deshalb ist Kultursponsoring ein wichtiger Teil der Sponsoringphilosophie der Wirtschaft. Das Hauptziel dieses Projektes ist der Aufbau einer engen Partnerschaft zwischen Kultur- und Wirtschaftunternehmen und die erfolgreiche Unterstützung von Institutionen und Projekten zum Nutzen aller teilnehmenden Institutionen.

www.kunst-offen.com



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Club 100 (Insel Usedom)

Das Hauptanliegen dieses Clubs ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung der Region zwischen der Insel Usedom und den beiden Städten Greifswald und Stralsund. Dabei profitieren die Unternehmen von der Vermarktung der Insel Usedom als besonderes touritisches Ausflugsziel.

Verschiedene Unternehmen der Region unterstützen gemeinsam kulturelle und sportliche Veranstaltungen (vor allem ein Handballteam der 3. Liga). Die Clubmitgliedschaft eröffnet andere Möglichkeiten als ein übliches Sportsponsoring, z.B. durch die VIP-Teilnahme der Mitglieder an den gesponserten Veranstaltungen, die Nutzung der Marketingkampagne auch für die Unternehmen und den Erhalt und Ausbau des Netzwerkes. Das Beispiel ist auch übertragbar auf kulturelle Institutionen und Projekte.

www.club100-uesdom.de



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Mykolinės

Mykolines ( St. Mykolas ist der Namenstag) wird am 29. September jeden Jahres gefeiert. Mykolines ist ein Erntedankfest. Während der Zeit der Oginskiai-Familie, wurde Mykolines in Riestavas eine ganz Woche lang gefeiert. Viele Gäste besuchten das Anwesen der Familie und eine große Anzahl von Veranstaltungen fand statt. Der Park des Familienanwesens war in dieser Zeit für alle Bewohner der Stadt und Umgebung geöffnet. Heutzutage wird die Tradition des Erntedankfestes wieder aufgenommen und fortgeführt, wenn auch kürzer - nur an zwei Tagen. Das Fest lockt eine Menge Einwohner und Gäste an. Es finden Messen, Konzerte, landwirtschaftliche Ausstellungen, Pferdewettkämpfe, Preisverleihungen für das beste Grundstück und den besten Bauernhof statt.

Mykolines wird durch die Stadtverwaltung der Gemeinde Rietavas organisiert und durchgeführt. Das Bildungs-, Kultur-, und Sportdezernat der Stadt arbeiten zusammen mit dem Kulturzentrum. Der Rietavas Fellow Men Club ist ein aktiver Unterstützer und Organsiationsbegleiter für das Mykolinesfest. Die lokalen Unternehmen unterstützen verschiedenste Aktivitäten des Festes.



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Zemaiciu (Samogitian) Einheitstag

Am 13. Juli 1260 gewannen die Samogitianer ( Samogitia - ist ein historischer Landesteil von Litauen) in der Nähe des Sees Durbe ( In Litauen) die Schlacht gegen die Litauer und Russischen Kommandos. Dies war der wichtigste Sieg der Samogitianer über die Kreuzritter im 13. Jahrhundert und hat die Litausische Geschichte stark beeinflusst. Um dieses Ereignis zu würdigen und an die Schlacht zu erinnern, wird seit 2007 in der Stadt Kaupai in der Nähe von Tverai ( Samogitia) der Einheitstag gefeiert. Während des Festes finden historische Turnierwettkämpfe und Spiele, in denen die Schlacht zum Teil nachempfunden wird, statt.Das Event führt die Besucher zurück in die damalige Zeit und veranschaulicht die Bedeutsamkeit und Tradition dieser Aera.

Dies ist eine private Initiative des Unternehmers Romas Miceika,, der auch der Vorsitzender der privaten Organisation " Zemaiciu-Gesellschaft" ist. Das Fest wird durch diese private Zimaiciu-Gesellschaft und die Zemaiciu Kulturgesellschaft organisiert und durch viele Wirtschaftsunternehmen Litauens unterstützt. Die größte Unterstützung gibt allerdings die Regionalverwaltung des Westlichen Litauen.

www.miceika.lt



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Künstlerplainair in Tverai

Seit 2008 organisiert der Chairman des Zemaiciai Kunstvereins, Virgilijus Bizauskas, das Künstlerplainair " Zemaitijos saule" ( Sonne von Zemaitija) in Tverai. Künstler aus Litauen und Lettland nehmen daran teil. Das Plainair ist eine Kunstakademie unter freiem Himmel und findet unter den Augen der Tverai Bevölkerung statt. Während der Tage der offenen Tür unterrichten die Künstler alle diejenigen, die kommen und sich interessieren in Malerei, Glasmalerei und -gestaltung, Grafik und Keramik. Konzerte finden statt. Am Ende des Plainairs organisieren die Künstler eine Ausstellung, bei der die Besucher Kunst genießen, aber auch kaufen können.

Lokale Unternehmer, lokale Verwaltungen und kommunale Vereine/Verbände unterstützen das Event durch Catering und Unterkünfte, die sie zur Verfügung stellen. Außerdem helfen viele beim Verkauf der Kunstwerke.

www.tverai.lt/Fotogalerija/Pleneras2011.htm



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Elektrifizierung und Telefon

In Litauen wurde das erste Telefon bereits 1882 und zwar in Rietavas und nicht in der größten Stadt Litauens installiert . Das geschah bereits 6 Jahre nach der Erfindung des Telefons. Eine Telefonleitung von 54 Km verband Rietavas mit Plunge und Kretinga und Palanga, gebaut durch den Großgrundbesitzer Bogdanas Oginski zusammen mit Jouzapas Tiskevicius.

Am 17. April 1892, einem Ostermorgen erstahlte die erste elektrische Lampe in der Kirche von Rietavas. Das wiederum war 13 Jahre nachdem die eklektrische Glühbirne erfunden worden ist. Noch im selben Jahr 1892 wurde in der Nähe des Sägewerkes ein Kraftwerk gebaut und Elektrizität in den Park und in den Palast geliefert. Es war das erste Kraftwerk in Litauen.

Alle 5 Jahre werden diese beiden innovativen Ereignisse in Rietavas gefeiert. 2012 wurden die 130-Jahre-Feier der ersten Telefonleitung und die 120-Jahre-Feier der Elektrifizierung Litauens gefeiert. Diese Festlichkeiten werden organisiert und durchgeführt durch das Derzernat für Bildung, Kultur und Sport in Rietavas. Der Hauptsponsor ist die Firma "TEO-LT" und die Litauische Energieversorgungsgesellschaft. Die Unternehmen Rietavas´ sind verlässliche Unetrstützer der Veranstaltungen " Plunges Laguna", Sauslaukio statyba", Rietavas turgus", "Misku ukis" und "Plunges Jonis".



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Die Mykolas Kleopas Oginskis Polonäsen Route

Um 2015 die 250 Jahrfeier der außergewöhnlichen historischen Persönlichkeit M.K. Oginski würdig zu begehen, haben die Verantwortlichen und Freunde der Heimatkultur aus Litauen, Belorussland und anderen Länder 2005 ein Bildungs- und Musikprogramm unter dem Namen "Mykolas Kleopas Oginskis Polonäsen Route" ins Leben gerufen. In Litauen und Belorussland finden wissenschaftliche Konferenzen, thematische Expeditionen und Konzerte statt und werden Bücher veröffentlicht. Rietavas ist eines der wichtigsten Zielgebiet für diese Aktivitäten.

Es wurde ein Kommitee, bestehend aus Kultur- und Lokalpolitikern, Mitarbeitern gemeinnütziger Institutionen und Unternehmern gebildet, um alle Bemühungen für die Reiseorganisation nach Belorussland und die Ausgestaltung internationaler Konferenzen sowie anderer Veranstaltungen in Rietavas zu bündeln.

Die Initiative "Mykolas Kleopas Oginskis Polonäsen Route" hat ihren Anteil daran, das Gesprächsrunden bei der nationalen UNESCO- Kommision stattfanden, um die 250 Jahrfeier des M.K. Ogisnski vorzubereiten und zu unterstützen.

www.oginskiriet.lt/index.php?-142666424



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Räume des TechnologieZenterums werden zu einer Ausstellungfläche

Dieses Event fand im März 2012 im TechnologieZentrum Warnemünde statt. Zur Eröffnung des Bildungs- und Konferenzbereichs im TechnologieZentrum zeigten 3 Fotografen aus der Region ihre Bilder einem interessierten Publikum. Die Ausstellung präsentierte Fotos aus verschiedenen Genres: Landschaftsfotos, Porträt- und Objektfotos wurden kombiniert mit Porträts der Metropole New York sowie Life Style Fotos. Die Idee der Geschäftsführung des TechnologieZentrums war es, möglichst viele Interessierte an einem "Tag der offenen Tür" einzuladen, damit diese das TechnologieZentrum kennenlernen können und so gutes Standortmarketing zu betreiben.

Nutzen: Die Künstler hatte eine große Aufmerksamkeit, konnten ihre Arbeiten anderen zeigen und erklären und Bilder verkaufen. Das TechnologieZentrum bietet die Räumlichkeiten anderen Unternehmen zur Durchführung von Konferenzen an. Künstler und Unternehmen treffen sich, auch andere Unternehmer reden über die Bilder. Auf einer informellen Ebene lernen sich gegenseitig kennen.

Videos dieses Events sind zu finden auf: www.facebook.com/BertScharffenberg oder www.vimeo.com/39199592



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Ungenutzte Räume in Unternehmen für Künstlerperformance öffnen

2007 bot das ITC, Innovations- und Trend Centre, eine ungenutzte Halle des ITC einer Künstlergruppe für zwei öffentliche Performances an. Für eine Aufführung war es ein sehr ungewöhnlicher Ort, gleichzeitig kam es großartig an bei den Nutzern des ITC an und passte gut zur Ausstattung der Halle. Auf diesem Weg kann man Theater in eine unternehmerische Umgebung bringen, wo Menschen normalerweise arbeiten und nicht einer Performance beiwohnen.

Nutzen: Die Künstler haben die Möglichkeit ihre Kunst zu zeigen- oft ist es für kleine Theatergruppen sehr schwierig, entsprechende publikumswirksame Aufführungsplätze zu finden. Die kleinen Theatergruppe haben meistens keine eigenen Aufführungsstätten. Das ITC bekam eine neue Aufmerksamkeit durch die ungewöhnliche Aktion.

www.dramaukles.de/repertoire/paragraphenreiter.html



IDEe#18

Open Space für Kunst

Das ITC dekorierte die Eingangshalle mit Bildern, die gekauft wurden in einer lokalen Galerie. Die Experten der Galerie berieten die Unternehmer auch dabei, was besonders gut geeignet ist für das Foyer.

Nutzen: Die Firma hat mit Hilfe der Kunstexperten ihre Räumlichkeiten verschönt und die Künstler bekommen auf diese Weise permante Aufmerksamkeit.

www.galerie-moeller.de



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Künstler tauschen die Galerie mit einem Einkaufszentrum

Der Kunstverein zu Rostock zeigte anläßlich der 170 Jahrfeier des Vereins im April 2012 Ausstellungen von Künstlern aus MV im Einkaufszentrum " Rostocker Hof". Oft haben regionale Künstler Schwierigkeiten, eine Publikum für ihre Kunst zu finden. Mit speziellen Veranstaltungen rund um diese Ausstellung hofften die Künstler, ein neues Publikum für ihre Kunst zu interessieren. An einem Tag wurde ein Autodesign mit dem Jubiläumsmotiv des Kunstverein öffentlich präsentiert, an einem anderen Tag wurden die Leute zum Porträtzeichnen eingeladen. Zusätzlich installierten der Verein einen Automaten im Einkaufszentrum, in den die Besucher ihre Passfotos werfen konnten und die Künstler habe diese dann kreativ verändert. Das Geld, das bei einer Kunstauktion am letzten Tag der Ausstellung eingenommen wurde, kam jungen Künstlern zugute.

Nutzen: Die Läden im Einkaufszentrum haben durch die besondere Aktion mehr Publikum in ihren Läden. Die Künstler haben eine sehr breite Öffentlichkeit und können das Bewusstsein für ihre Arbeit und Organisationen schärfen.



BCP-Projektdaten

_Projektname: BCP
_Typ des EU-Projekts: South Baltic
_Anzahl der Partner: 7 + 9
_Lead partner: Hansestadt Rostock
_Kontakt: Thomas Werner »
_Projektstart: Januar 2012
_Projektende: Dezember 2014
_Management: Kristina Koebe »



Auslobung des Unternehmenspreises:
"Kulturpate der Hansestadt Rostock 2016"

Unternehmerpreis Kulturpate
Der Preis "Kulturpate der Hansestadt" wird alle zwei Jahre, beginnend 2014, von der Kulturstiftung Rostock vergeben, alternierend zum Kulturpreis der Hansestadt. Gewürdigt werden lokale Unternehmen und Einzelunternehmer, die ein Kulturprojekt oder eine Kulturinstitution in besonderem Maße unterstützt haben. Die Unterstützung kann sich auf ein finanzielles Engagement aber auch auf andere Unterstützungsleistungen beziehen. Der Preis wird auf Vorschlag von Kultur- und Kunsteinrichtungen vergeben.

Die Ausschreibung endet am 31. März 2016. Eine fünfköpfige Jury wird am 15. April das Unternehmen auswählen, das am 30. Juni um 17 Uhr im Rostocker Barocksaal feierlich den Preis überreicht bekommt.

Ausschreibung Kulturpate Rostock Ausschreibungsunterlagen "Kulturpate der Hansestadt Rostock"



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